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Paraglide-Unfälle18.09.2023
Am 05. September gegen 14.30 Uhr ist der Aiut Alpin Dolomites zum Heilig-Kreuz-Kofel geflogen, wo eine belgische Wandrerin gestürzt war und dabei eine Knöchelfraktur erlitten hatte. Zusammen mit der Bergrettung Hochabtei wurde die Frau geborgen und anschließend ins Krankenhaus Bruneck geflogen.

Am 06. September war nach langer Zeit wieder ein Tag ohne Einsatz.

Am 07. September forderte die Bergrettung Seis die Unterstützung des Rettungshubschraubers an, auch hier ging es um eine Frau mit einem Knöcheltrauma auf der Seiser Alm. Nach einer ersten Schmerztherapie wurde die Frau zur weiteren Behandlung ins Bozner Krankenhaus geflogen. Ebenfalls nach Bozen geflogen wurde ein Gleitschirmpilot, der im Gebiet des Sassonghers abgestürzt war: Arzt und Bergretter wurden im Schwebeflug abgesetzt und haben den Verunfallten stabilisiert. Mit einem 15 Meter langem Fixtau wurde der Mann mit einem Polytrauma wieder an Bord geholt.
Um 21.40 Uhr kam es mit der Bergrettung Gröden noch zu einem Nachteinsatz an den Fünffingern in der Langkofelgruppe: 2 Alpinisten waren von der Route abgekommen und kamen nicht mehr weiter. Die beiden wurden mit den Nachtsichtgeräten geortet und mit der Winde zum Sellajoch geflogen, wo sie unverletzt der Bergrettung übergeben werden konnten.

Ein aufsehenerregender Zwischenfall hat sich am 08. September in Wolkenstein ereignet. Ein junger Gleitschirmpilot verfing sich in den Stahlseilen einer Materialseilbahn und hing in ca. 15 Meter Höhe mit dem Gleitschirm fest. Der Aiut Alpin landete in sicherer Entfernung, um zu verhindern, dass der Luftstrom der Rotoren das Segel aufblähte und der Mann möglicherweise abstürzte. Ein Eingreifen des Arztes war zum Glück nicht notwendig, der Mann wurde von Feuerwehr und Bergrettung unverletzt mit der Leiter geborgen.

Am 09. September war ein Mann aus Siebeneich oberhalb von Wolkenstein in steilem Gelände gestürzt und hat dabei ein Schultertrauma erlitten. Arzt und Flugretter wurden mit der Seilwinde zum Verletzten herabgelassen, der Mann wurde nach der Erstversorgung ins Krankenhaus nach Brixen geflogen. Von Brixen ging es dann direkt zur Scotoni-Hütte im Gadertal, hier hat ein Wanderer eine Knöchelfraktur erlitten und konnte nicht mehr auftreten. Nach einer ersten Schmerztherapie wurde der Mann nach Bozen geflogen.
Um 17.24 Uhr kam ein Notruf vom Pordoijoch: Eine nur 29-jährige Frau hatte auf dem Parkplatz einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Glücklicherweise hatten Passanten bereits mit der Herzdruckmassage begonnen und der Frau so vermutlich das Leben gerettet. Der Arzt übernahm die medizinische Behandlung, die Herzdruckmassage wurde mit dem „Lukas“ fortgeführt, die Patientin konnte so unter Reanimation ins Krankenhaus nach Trient geflogen werden. Auf dem Rückflug wurde noch ein Wanderer mit einem Knietrauma aus dem Mittagstag nach Corvara geflogen, wo er der Bergrettung Hochabtei für den weiteren Transport übergeben wurde.

Am 10. September stürzte ein Amerikaner am Puez über einen Abhang und erlitt verschiedene Prellungen und ein Schädel-Hirn-Trauma. Mit der Winde wurde der Verunfallte geborgen und ins Krankenhaus nach Bozen geflogen.
Nach Dienstende um 23 Uhr wurden dann noch einige Übungsflüge mit Einsatz der Winde getätigt, um die periodischen Befähigungen des Piloten für den Nachtflug zu erneuern.

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